Leitfrage lesen
Eure Gruppe erhält genau eine der sechs Fragen unten. Lest sie gemeinsam und sichert, dass alle sie verstehen.
Drei Perspektiven
Findet Argumente aus der individuellen, gesellschaftlichen und ethisch-philosophischen Perspektive.
Präsentation vorbereiten
Variante A: Strukturierter Kurzvortrag pro/contra. Variante B: Rollenspiel als Podiumsdiskussion.
Vorstellen
Max. 3–4 Minuten vor der Klasse. Jedes Gruppenmitglied muss Sprechzeit übernehmen.
Konsumverzicht – Politisches Zeichen oder bloßer Lifestyle?
Denkansätze & Schlüsselbegriffe
- Systemkritik vs. Individualismus: Kann eine Einzelperson das System wirklich verändern?
- Symbolpolitik: Hat ein sichtbarer Verzicht eine Vorbildfunktion?
- Klimagerechtigkeit: Wer trägt die Last des Verzichts – Arme oder Reiche?
- Konsumkritik: Thoreau, Diogenes, Zero-Waste-Bewegung als Beispiele.
Die Abo-Kultur – Freiheit oder neue Abhängigkeit?
Denkansätze & Schlüsselbegriffe
- Eigentum vs. Zugang: Besitz als Freiheit oder als Last?
- Plattformabhängigkeit: Spotify, Netflix, Microsoft 365 – was passiert, wenn das Abo endet?
- Datenschutz: Wer profitiert wirklich von dieser Wirtschaftsform?
- WEF-Debatte: Schwab/Klaus – utopisch oder dystopisch?
Wer trägt die Verantwortung – Konsument oder Staat?
Denkansätze & Schlüsselbegriffe
- Freiheit vs. Regulierung: Wie viel Staat brauchen wir?
- „Nudging": Kann der Staat Verhalten sanft lenken, ohne zu zwingen?
- Ökologischer Fußabdruck: Individuelle Entscheidungen vs. Konzernverantwortung.
- Beispiele: Plastikverbot, CO₂-Steuer, Subventionen für E-Autos.
Askese als globale Krisenlösung?
Denkansätze & Schlüsselbegriffe
- Globale Krisen: Klimawandel, Ressourcenknappheit, Überproduktion.
- Minimalismus: Als persönliche Philosophie vs. als politische Strategie.
- Rebound-Effekt: Ersetzt ein Verzicht wirklich den Konsum oder verlagert er ihn?
- Systemische Lösungen: Ist Askese genug, oder braucht es Technologien und Gesetze?
Glück im Wandel – Urgeschichte vs. Überflussgesellschaft
Denkansätze & Schlüsselbegriffe
- Eudaimonia: Aristoteles' Konzept des gelingenden Lebens – zeitlos oder veraltet?
- Hedonismus vs. Sinn: Ist mehr Konsum = mehr Glück?
- Paradox of Choice: Zu viele Optionen machen unglücklich (Schwartz).
- Bhutan & das BNP: Bruttonationalglück als Alternative zum BIP.
Marken & Statussymbole – Persönliche Schwäche oder soziale Prägung?
Denkansätze & Schlüsselbegriffe
- Veblen-Güter: Konsum als Statussignal (Thorstein Veblen, 1899).
- Peer Pressure: Wie stark prägt die Gruppe das Individuum?
- Soziale Medien: Influencer, Likes und der Druck, mitzuhalten.
- Identitätsbildung: Ist Kleidung Ausdruck des Selbst – oder Maskierung?
👥 Vorbereitung der Podiumsdiskussion
Schritt 1 · Analyse in drei Perspektiven
Individuelle Perspektive: Was bedeutet das für den einzelnen Menschen im Alltag? Wie betrifft es eure eigene Lebensrealität in Luxemburg?
Gesellschaftliche Perspektive: Welche Rolle spielen Medien, Wirtschaft, Gesetze oder der Gruppenzwang durch Gleichaltrige bei diesem Thema?
Ethisch-philosophische Perspektive: Welche Grundwerte stehen im Konflikt? (z. B. persönliche Freiheit vs. Umweltverantwortung; materieller Wohlstand vs. inneres Glück)
Schritt 2 · Präsentation wählen
🎤 Variante A · Kurzvortrag
Strukturierter Vortrag, bei dem die Argumente pro/contra klar aufgeteilt werden. Sachlich und übersichtlich.
🎭 Variante B · Rollenspiel
Jede Person spielt eine Rolle (z. B. Umweltaktivist, Tech-Unternehmer, Jugendlicher). Kurze Podiumsdiskussion nachstellen.
Zeitrahmen
Max. 3–4 Minuten Präsentation pro Gruppe. Ziel ist nicht eine schnelle Ja/Nein-Antwort, sondern das Beleuchten der Komplexität des Themas.